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Diese Seite bündelt, was du vor dem Kauf wissen solltest: einen Fußballschuhe Adidas Test im Sinne einer ehrlichen Kaufberatung, den Vergleich der Sohlen und die Punkte, an denen sich ein Schuh nach der dritten Trainingswoche entscheidet.

Zwei Angaben bestimmen den Kauf, und der Modellname gehört nicht dazu. Die erste ist der Untergrund, auf dem du spielst, denn er legt die Sohle fest. Die zweite ist die Breite deines Fußes, denn sie legt die Baureihe fest. Alles andere, also Farbe, Ausstattungsstufe und Gewicht, kommt danach.

Die kurze Antwort: Wer auf Naturrasen spielt, nimmt FG. Wer überwiegend auf Kunstrasen trainiert, nimmt AG und spart sich den vorzeitigen Sohlenverschleiß. Und wer einen breiten Fuß hat, kommt mit dem voluminöseren Leisten der Predator-Reihe besser zurecht als mit den schmal geschnittenen Speedmodellen. Warum das so ist, steht weiter unten.

Fußballschuhe Adidas Testsieger im Vergleich

adidas Unisex F50 Club Firm Ground/Multi Ground Football Boots, core Black/Lucid red/core Black, 44 2/3 EU
  • Reguläre Passform
  • Schnürsenkel
  • Obermaterial: Sonstiges Material / Textil
  • Futter Und Decksohle: Textil
  • Laufsohle: Sonstiges Material
adidas Unisex F50 Hyperfast Club Firm Ground/Multi Ground Football Boots Shoes, FTWR White/Solar Purple/Solar Turbo, 43 1/3 EU
  • Reguläre Passform
  • Schnürsenkel
  • Obermaterial: Sonstiges Material
  • Futter Und Decksohle: Textil
  • Laufsohle: Sonstiges Material
adidas Unisex Predator Club Fold-Over Tongue Firm Ground/Multi Ground Football Boots Shoes, Core Black/FTWR White/Lucid Red, 40 2/3 EU
  • Regulär geschnitten
  • Schnürsenkel
  • Synthetik-Obermaterial
  • Einlegesohle aus Textil
  • Synthetikaußensohle
adidas Unisex Predator Club Firm Ground/Multi Ground Football Boots Shoes, Core Black/FTWR White/Lucid Red, 42 2/3 EU
  • Regulär geschnitten
  • Schnürsenkel
  • Synthetik-Obermaterial
  • Einlegesohle aus Textil
  • Synthetik-Außensohle
adidas Unisex F50 Club Firm Ground/Multi Ground Football Boots, Team solar Yellow 2/core Black/Lucid red, 46 EU
  • Reguläre Passform
  • Schnürsenkel
  • Obermaterial: Sonstiges Material / Textil
  • Futter Und Decksohle: Textil
  • Laufsohle: Sonstiges Material

Wie Baureihe und Ausstattungsstufe zusammenhängen

Das Sortiment ist in wenige Baureihen geteilt, die jeweils einen anderen Fuß und einen anderen Spielstil bedienen. Die Predator-Linie zielt auf Ballkontrolle und Schuss, hat strukturierte Elemente auf dem Spann und einen vergleichsweise voluminösen Leisten, also den Formkörper, über dem der Schuh gebaut ist. Die Copa-Linie setzt auf weiches Leder und eine normale Weite, die sich mit der Zeit an den Fuß anpasst. Die Speedmodelle sind schmal, sehr leicht und dünn im Obermaterial.

Quer dazu liegen die Ausstattungsstufen, die im Namen als Elite, Pro, League und Club auftauchen. Sie beschreiben nicht ein anderes Modell, sondern dieselbe Form in unterschiedlicher Materialgüte. Elite bekommt das leichteste Obermaterial und die steifste Sohlenplatte, Pro übernimmt die Grundtechnologie mit einfacherem Material, League und Club sind die Einstiegsstufen mit dickerem Synthetik und weicherer Sohle.

Für die Kaufentscheidung heißt das: Die Baureihe wählst du nach Fußform und Spielposition, die Stufe nach Trainingsumfang. Wer zweimal die Woche spielt, hat von der teuersten Stufe wenig, weil ihr dünnes Obermaterial genau die Haltbarkeit opfert, die im Amateurbetrieb zählt. Umgekehrt ist die günstigste Stufe bei fünf Einheiten pro Woche nach einer halben Saison durch.

Was ein Fußballschuh nicht leistet

Hier wird in Produkttexten regelmäßig zu viel versprochen, deshalb die ehrliche Fassung. Erstens verbessert keine Struktur auf dem Spann deine Schusstechnik. Die aufgesetzten Elemente vergrößern die Reibung zwischen Ball und Obermaterial und können bei nassem Wetter den Effet stabilisieren. Den Bewegungsablauf ersetzen sie nicht, und ein Schuss, der ohne sie unsauber getroffen wird, wird es mit ihnen auch.

Zweitens schützen Stollen das Knie nicht, sie können die Belastung sogar erhöhen. Je fester ein Schuh im Boden verankert ist, desto größer ist die Rotationstraktion, also der Widerstand, den der Fuß der Drehung entgegensetzt. Dreht sich der Körper, während der Fuß steht, landet dieses Drehmoment im Kniegelenk. Der weit überwiegende Teil der schweren Knieverletzungen im Fußball entsteht ohne Gegnerkontakt, genau in solchen Dreh- und Landebewegungen. Wie eine Kreuzbandverletzung entsteht und verläuft, ist medizinisch gut beschrieben. Lange Stollen auf hartem, trockenem Boden sind deshalb die schlechteste Kombination, nicht die sicherste.

Drittens verhindert kein Schuh das Umknicken. Ein hoher Schaft am Knöchel ist bei Fußballschuhen eine Socke aus Strickmaterial und keine Führung, er stabilisiert das obere Sprunggelenk nicht messbar. Was bei einer akuten Sprunggelenksverstauchung tatsächlich hilft, sind Bandage und Aufbautraining, nicht das Schuhmodell. Und viertens gilt: Ausrüstung, die eine Gefahr für andere darstellt, ist nach den Ausrüstungsvorgaben des Regelwerks unzulässig, auch wenn sie im Handel steht. Abgenutzte Metallstollen mit scharfen Kanten fallen darunter.

Die Sohlen im Überblick

Das Kürzel hinter dem Modellnamen ist die wichtigste Angabe am ganzen Schuh. Es beschreibt, für welchen Boden die Sohle gerechnet ist, und jede Variante hat genau einen Nachteil.

SohleGemacht fürWas sie kostetErkennbar an
FGtrockener bis leicht feuchter Naturrasenauf Kunstrasen schneller Verschleiß, wenig Halt auf Matschgemischte Nocken, teils klingenförmig
AGKunstrasen mit Granulatfüllungauf Naturrasen zu wenig Eindringtiefeviele kurze, hohle Nocken
SGweicher, nasser, tiefer NaturrasenSchraubstollen, hohe Rotationstraktion, oft verboten in Hallensechs bis acht wechselbare Stollen
MG oder FG-MGWechsel zwischen beiden RasenartenKompromiss, auf keinem Boden optimaldichte Mischbestollung
TFHartplatz, Asche, alter Kunstrasen ohne Füllungauf echtem Rasen kein Grip, Sohle sehr flachviele kleine Gumminoppen
IN oder ICHallenbodendraußen binnen Wochen abgeschliffenglatte, hell abfärbfreie Gummisohle

Wichtig für den Geldbeutel: Die Herstellergarantie auf die Sohle entfällt bei vielen Modellen, wenn ein FG-Schuh regelmäßig auf Kunstrasen gelaufen wird. Wo genau die Grenze liegt, steht im Vergleich zum Unterschied zwischen AG und FG.

Die Kaufkriterien, die wirklich zählen

  • Länge am Abend messen. Vor der längsten Zehe sollten etwa 5 bis 8 Millimeter Luft bleiben, nicht mehr. Fußballschuhe sitzen enger als Straßenschuhe, weil jeder Millimeter Spiel im Schuh beim Antritt Kraft schluckt. Der Fuß ist abends etwas größer, deshalb ist die Anprobe am Morgen die häufigste Fehlerquelle.
  • Weite vor Marke. Der Leisten unterscheidet sich zwischen den Baureihen stärker als zwischen den Herstellern. Ein breiter Vorfuß braucht die voluminösere Reihe, ein schmaler Fuß rutscht darin herum. Zwei Modelle derselben Größe können sich um eine halbe Nummer unterschiedlich anfühlen.
  • Gewicht realistisch einordnen. In Größe 42 liegen aktuelle Modelle grob zwischen 180 und 250 Gramm je Schuh. Die leichtesten sparen Material am Obermaterial und an der Fersenkappe. Der Unterschied von 50 Gramm ist auf dem Papier groß und im Spiel kaum spürbar, an der Haltbarkeit dagegen deutlich.
  • Obermaterial nach Nutzung. Känguru- und Kalbsleder passt sich an und weitet sich um bis zu eine halbe Größe, es braucht dafür Pflege und trocknet langsam. Synthetik bleibt formstabil, ist wasserabweisender und weitet sich nicht. Die Unterschiede stehen im Vergleich zwischen echtem Leder und Kunstleder.
  • Bei Kindern nicht auf Zuwachs kaufen. Mehr als eine halbe Nummer Luft verändert den Abrollvorgang, und der Fuß rutscht bei jedem Antritt nach vorn. Zwischen dem sechsten und zwölften Lebensjahr wachsen Kinderfüße oft um eine Größe pro Halbjahr, deshalb lohnt hier die günstigere Ausstattungsstufe.
  • Einlagen mitdenken. Die serienmäßige Innensohle ist meist ein dünner Schaumzuschnitt ohne Stützfunktion. Wer orthopädische Einlagen trägt, braucht Platz dafür und muss die vorhandene Sohle herausnehmen können. Warum das mehr Spieler betrifft als gedacht, steht im Beitrag dazu, warum Fußballschuhe Einlagen brauchen.

Welcher Schuh zu welchem Spieler passt

Innenverteidigung und Mittelfeldzentrale. Hier zählen Ballkontrolle, Standfestigkeit und ein Obermaterial, das auch nach vielen Zweikämpfen hält. Die kontrollorientierte Baureihe in der mittleren Ausstattungsstufe ist der vernünftigste Kauf.

Außenbahn und Sturm. Leichtbau lohnt hier am ehesten, weil viele Antritte über kurze Strecken gelaufen werden. Rechne im Gegenzug mit dünnerem Material und einer kürzeren Lebensdauer, gerade an der Außenkante des Vorfußes.

Kunstrasen als Hauptbelag. Wer den Großteil der Einheiten auf Kunstrasen absolviert, spart mit einer AG-Sohle mehr Geld als mit jedem Rabatt, weil die Sohlenplatte nicht vorzeitig ausreißt. Welche Modelle dafür gerechnet sind, steht im Überblick zu Fußballschuhen für Kunstrasen.

Zwei Paar statt eines teuren. Für Spieler, die auf beiden Belägen trainieren, ist ein günstiges AG-Paar für das Training plus ein FG-Paar für das Spiel meist sinnvoller als ein einzelnes Spitzenmodell. Beide Paare halten länger, weil sie zwischen den Einheiten durchtrocknen können.

Häufige Fragen

Wie pflege ich Fußballschuhe richtig?
Nach jedem Einsatz Erde abklopfen, mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste reinigen, Einlegesohle herausnehmen und beides bei Zimmertemperatur trocknen lassen. Nie auf die Heizung und nie in den Trockner, weil der Kleber zwischen Sohle und Obermaterial sich löst. Leder braucht zusätzlich hin und wieder Lederfett.

Wann ist ein Schuh wirklich am Ende?
Wenn die Sohlenplatte an der Ballenbeuge Risse zeigt, wenn die Fersenkappe eingedrückt bleibt oder wenn die Nocken auf mehr als die Hälfte ihrer ursprünglichen Höhe abgelaufen sind. Ein offener Nahtbereich lässt sich flicken, eine gerissene Sohlenplatte nicht. Die Anzeichen im Einzelnen stehen im Beitrag dazu, wann du Fußballschuhe wechseln solltest.

Muss ich neue Schuhe einlaufen?
Bei Leder ja, bei Synthetik kaum. Zwei bis drei kurze Einheiten reichen, um das Material zu setzen. Der oft empfohlene Trick mit dem nassen Schuh weitet zwar, entzieht dem Leder aber Fett und macht es spröde. Besser sind dicke Socken und kurze Trageintervalle.

Sind Metallstollen überall erlaubt?
Nein. Viele Anlagen und praktisch alle Hallen schließen sie aus, und in der Jugend sind sie vielerorts untersagt. Unabhängig davon prüft der Schiedsrichter die Ausrüstung, und abgenutzte Stollen mit scharfen Kanten führen zum Ausschluss vom Spiel, bis sie gewechselt sind.

Was bedeutet Testsieger bei Fußballschuhen von Adidas?
Testsieger ist kein geschützter Begriff. Wer ihn vergibt und nach welchen Kriterien, steht selten daneben, und ein Siegel aus einem alten Vergleich sagt wenig über das gerade lieferbare Modell. Belastbarer sind nachprüfbare Angaben zu Leisten, Sohle und Obermaterial sowie Erfahrungen über eine ganze Saison. Genau darauf zielt dieser Fußballschuhe Adidas Test, der eine Kaufberatung ist und keine Laborprüfung.

Worauf achte ich, wenn ich Fußballschuhe von Adidas kaufen will?
Zuerst den Untergrund festlegen, dann die Baureihe nach Fußbreite wählen, dann die Ausstattungsstufe nach Trainingsumfang und erst zum Schluss auf den Preis schauen. Das teuerste Modell ist selten das richtige, wenn es einen Leisten hat, der zu deinem Fuß nicht passt.

Fabian ist ein echter Fußballenthusiast, der seit seiner Kindheit nicht ohne seinen Fußball zu sehen ist. Mit umfassendem Wissen über Fußballtaktiken begeistert er sowohl Neulinge als auch erfahrene Fans. Sein Motto: „Ein Tag ohne Fußball ist ein verlorener Tag.“